Brotgeschichten

Das Mehl
Spricht man von der Brotherstellung, so fallen einem zunächst die Mahlerzeugnisse des Roggens, Dinkels und des Weizens ein. Diese werden bei uns als Brotgetreide bezeichnet, denn nur sie sind ausreichend backfähig. Mehle aus anderen Getreidearten, wie zum Beispiel Mais, Gerste, Hafer oder auch Hirse, dienen lediglich als Zusätze in den verschiedenen Brotsorten ihre Verwendung.

 Getreide Mehl Mehl

Der Ursprung des Brots
Kaum jemand macht sich heute noch Gedanken darüber, woher das Brot stammt, dabei ist Brot seit Jahrhunderten unser Grundnahrungsmittel Nummer 1.
Bereits vor über 10.000 Jahren hat der Mensch damit begonnen, Getreide zur eigenen Ernährung anzubauen. Zunächst wurde das Getreide gemahlen und nur mit Wasser vermischt als Brei gegessen. Später wurde der Brei auf heißen Steinen oder in der Asche als Fladenbrot gebacken. Gesäuertes Brot dürfte nach archäologischen Funden schon vor über 5000 Jahren bekannt gewesen sein, unter anderem in Ägypten, wo schon damals Brot in größerem Maße in Bäckereien hergestellt wurde. Deshalb hatten die Ägypter in der Antike auch den Beinamen Brotesser. Von Ägypten aus gelangten die Kenntnisse des Brotbackens über Griechenland und das Römische Reich nach Europa.

Vor allem im Mittelalter spielten die Zunft der Bäcker und Müller stets eine große Rolle. Sie übernahmen die Ausbildung des Nachwuchses, die Qualitätskontrolle und sogar die Versorgung von Witwen und Waisen, da es damals noch keine Sozialversicherungen gab. Heute sind die Zünfte längst durch Innungen und Innungsverbände abgelöst, welche die Interessen des Berufsstandes vertreten.

Welche Bedeutung Brot für die Menschen früher hatte, lässt sich heute nur noch erahnen, wenn man bedenkt, wie Kriege, Schädlingsbefall und missratene Ernten immer wieder für große Hungersnöte sorgten. Brotersatzstoffe wie Rübenschnitzel, aber auch Stroh und Baumrinde wurden mit im Teig verarbeitet, um das größte Leiden zu lindern. Heute ist Brot in seiner Vielfalt mehr und mehr ein Genussmittel, das ständig und fast überall erhältlich ist.

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